Quaternio Verlag Luzern

Der Quaternio Verlag Luzern im Spiegel der Medien und der Wissenschaft

 

FAZ

25.07.2013

Perfekte Illusion – Die Corpus-Christi-Apokalypse als Faksimile

»(...) Faksimile-und Kommentarband präsentieren in bestmöglicher Abbildungs- und Druckqualität die ritterliche englische Miniaturmalerei des vierzehnten Jahrhunderts auf dem neuesten Stand der Forschung wie kaum ein anderes Buch.«

FAZ

16.10.2009

Buchmesse-Skizzen:
Keine Flächenfrage

»Ein Quadratmeter Standfläche auf der Frankfurter Buchmesse kostet im günstigsten Fall 231 Euro ohne Mehrwertsteuer. Wie preiswert! Denn das sind pro Quadratzentimeter kaum mehr als zwei Cent. Ein Quadratzentimeter Gebetbuch der Claude de France erfordert dagegen 37 Euro mit Mehrwertsteuer: Das um 1517 angefertigte Buch der späteren Königin von Frankreich ist nur 6,9 Zentimeter hoch und 4,9 breit, kostet aber als Faksimile mindestens 1480 Euro (bei Vorauszahlung). Doch wie preiswert! Denn dafür bekommt man 132 Illuminationen, also Kleinstgemälde, die in Komposition und Ausdruckskraft jeden Vergleich mit großen Renaissance-Meisterwerken aushalten – nur dass die Buchbilder farbfrisch wie am ersten Tag sind. Der drei Monate junge Quaternio Verlag aus Luzern hat dieses Kleinod zum Debüt mit auf die Messe gebracht und seinen wie der Einband in rotem Samt gestalteten Stand mit einer fast zwei Meter hohen Vergrößerung des Buchs geschmückt. Und siehe da: Die Bilder sind auch in diesem Format brillant – das schönste Buch der Messe.«

Sueddeutsche Zeitung

15.10.2009

Ein Stand, ein Buch
Quaternio hat das Gebetbuch der Claude de France faksimiliert

»Unter dem gläsernen Aufsatz einer schlanken Stele liegt eine originalgetreu faksimilierte Bilderhandschrift, das Gebetbuch der Claude de France (1499–1524), der Gattin des Königs Franz I.

Von seiner Besitzerin konnte dieses Objekt einer raren Buchkunst »en miniature«, ausgemalt mit 132 prächtigen Bildszenen, in zarter Hand liegend überallhin mitgenommen werden. Mit dem Original, verwahrt in der New Yorker Pierpont Morgan Library, ist dies nicht mehr möglich. Es ist viel zu fragil, um auch nur ausgestellt zu werden.

Faksimile heißt »mach es ähnlich«, und mit Faksimile-Editionen wertvoller Bilderhandschriften sind die vier Mitarbeiter des unabhängigen Quaternio Verlags Luzern seit langem befasst. [...] Die vier Mitarbeiter machten sich in diesem Sommer 2009 selbständig und erklärten den neuen Verlagsnamen zum Arbeitsprogramm en miniature: »Quaternio« – so heißt die Lage aus vier Doppelblättern, die im Bücherhandwerk die handfeste Ausgangsbasis der Aufbindung von Papier zum Buchblock ist.«

 

5.12.2009

Schönstes Buch ist aus Luzern
Der Quaternio Verlag Luzern will mit originalgetreuen Faksimile-Editionen an die alte Tradition in Luzern anknüpfen. Das Team investiert Ersparnisse und viel Herzblut.

»Ein grösseres Kompliment zum Start einer jungen Verlagsfirma kann man fast nicht bekommen. Die «Frankfurter Allgemeine» schrieb vom «schönsten Buch» an der riesigen Frankfurter Buchmesse. Und dies beim Messedebut, mitten unter internationalen Konkurrenten edler Faksimile-Bücher.

«Das schönste» war das Gebetbuch der Königin Claude de France. «Das hat uns natürlich riesig gefreut und positive Reaktionen erzeugt», freut sich Regula Schneider, die schon früher als Kundenbetreuerin beim Faksimile Verlag in Luzern tätig war.

 

Erfahrene Spezialisten

 

(...) Das Gründungsquartett vom Quaternio Verlag will die Tradition von Faksimiles in Luzern weiterleben lassen. Quaternio steht einerseits für das Quartett von erfahrenen Faksimile-Spezialisten – Gunter Tampe, Clarissa Rothacker, Regula Schneider und Arne Domrös – aber auch für einen Fachbegriff aus der Handbuchbinderei: Ein Quaternio besteht aus vier Doppelblättern und ergibt so 16 Seiten.

«Es ist vielleicht mutig, in dieser Zeit eine neue Firma für eine Art von Edelprodukt zu gründen, aber vor allem ist es eine Frage von viel Herzblut», sagt Domrös, der sich unter anderem um das Marketing der speziellen Produkte kümmert. Faksimiles sind originalgetreue Reproduktionen von bebilderten Handschriften oder von anderen, häufig historisch wertvollen, Vorlagen. Das sind aufwendige Schritte: bei wertvollen Handschriften beispielsweise von der Aufnahme jeder Seite über den Druck der Farben und der Wiedergabe von Gold und Silber bis zum Replikat des Einbands, beim Gebetbuch der Claude de France in Samt mit handbearbeiteten Schliessen.

 

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Zusammenfassung der Luzerner Zeitung

3.12.2009

Ein Start mit 69 mal 49 Millimeter Buch
Die Leuchtenstadt hat wieder einen Faksimile-Verlag: Erstmals präsentierte sich auf der Frankfurter Buchmesse der Quaternio Verlag Luzern der Branche mit einem Gebetbuch. Künftig sollen zwei Faksimiles pro Jahr erscheinen.

»Es ist ein Abenteuer und auch keines. Schliesslich kennt sich das Verlagsteam aus gemeinsamen Tagen: Gunter Tampe (Herstellung, Marketing, Vertrieb), Clarissa Rothacker (Redaktion, Lektorat, PR), Arne Domrös (Marketing, Layout, Text, Bildbearbeitung) und Regula Schneider (Verkauf, Finanzen, Rechnungswesen) hatten alle für den Faksimile-Verlag in Luzern gearbeitet, bevor er an die Bertelsmann-Gruppe verkauft wurde.

 

(...) Auch wenn die grossen Namen bereits publiziert sind, «so findet man noch immer Schätze», weiss Tampe. Zu dritt wälzen sie Bibliothekskataloge, recherchieren im Internet und nutzen vor allem das, was sie bereits seit Jahren aufgebaut haben: Kontakte zu Bibliotheken. Der Schwerpunkt liegt bei abendländischen Büchern, die vor der Erfindung des Buchdrucks in klösterlichen Skriptorien oder weltlichen Werkstätten entstanden sind. Dabei werden bei der Programmrecherche auch die Schweizer Bibliotheken berücksichtigt. Mit Sicherheit seien auch in St. Gallen (Vadiana) sowie in Zürich und Genf noch interessante Schätze zu heben, die sich vom Ausstattungsreichtum her dafür eigneten, faksimiliert zu werden – denn davon lebt dieser Verlagszweig, wie das am «Gebetbuch der Claude de France», dem «Erstling» des Quaternio Verlags Luzern, bewiesen wird: ein auf 69 × 49 Millimetern ausgebreiteter, farbenreicher Kosmos mit 132 Bildszenen; illuminiert wurde das delikate Gebetbuch für Claude de France (1499–1524), der Gemahlin des französischen Königs François I.

 

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James H. Marrow
Professor of Art and Archaelogy, Emeritus, Princeton University, Princeton NY

“The Quaternio facsimile of the Prayer Book of Claude de France has arrived safely and is very handsome indeed. The quality of both the facsimile and the commentary are excellent, which is what we got used to from Faksimile Verlag Luzern and naturally expect of the talented people who left that publishing house to start Quaternio. Warm congratulations from one of your great fans and admirers!"

Roger S. Wieck
Kurator an der Pierpont Morgan Library, New York

“I took Claude home with me Monday and spent the night admiring her. The facsimile is a wonder. One great difference between the original and the reproduction is comfort: one can handle the facsimile – and enjoy its pictures – without fear of harming the delicate images! I felt as if I'd seen the book for the first time. Already, having it at my fingertips has turned it into my muse as I write.”

Eberhard König
Professor am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin

»Wer mittelalterliche Handschriften liebt und sie greifbar, körperlich erleben will, dem gibt das Faksimile, vor allem in jener Form, wie sie am Vierwaldstätter See perfektioniert wurde, diese Freude! So werden wir demnächst brillant reproduzierte und treffend gestaltete Quaternionen von mittelalterlichen Manuskripten in schönen Einbänden vorgelegt bekommen. Sie werden uns zugleich zeigen, dass die Schweiz, Luzern und der Vierwaldstätter See selbst in Krisenzeiten bereit sind, der Furcht vor der Weltwirtschaftskrise zu trutzen und einen neuen Aufbruch zu wagen.«

François Avril
Conservateur honoraire du Département des Manuscrits
de la Bibliothèque nationale de France, Paris

« Une nouvelle maison d’édition de facsimilé, les éditions « Quaternio Lucerne » ou « Faksimile Verlag Luzern redivivus » ? […] L’effort particulier consenti par les principaux cabinets de manuscrits existant de par le monde pour l’acquisition de ces fac similés est bien la preuve de leur intérêt sur le plan de la recherche.

[…] on vient d’apprendre la naissance d’une nouvelle maison d’édition, les Editions Quaternio Lucerne, […] qui s’efforcera de maintenir, à Lucerne même, la tradition de fac similés de qualité qui faisaient la réputation de « Faksimile Verlag Luzern ». On ne peut que saluer favorablement la nouvelle et formuler les meilleurs vœux pour le succès de cette entreprise. »

»Ein neues Verlagshaus für Faksimile-Editionen, »Les Editions Quaternio Lucerne« oder ein »wiedererstandener Faksimile Verlag Luzern«? (…) Die großen Anstrengungen, die die weltweit wichtigsten Handschriftenabteilungen zum Erwerb dieser Editionen unternehmen, sind ein schöner Beweis ihres Interesses an der Forschung.

[…] Gerade hat man von der Gründung eines neuen Verlags erfahren, des Quaternio Verlags Luzern, der bestrebt ist, die Tradition des qualitätvollen Faksimiles, mit dem sich der Faksimile Verlag Luzern sein Renommee erworben hat, zu bewahren. Man kann diese Nachricht nur mit Freude begrüßen und diesem Unternehmen die besten Wünsche für einen Erfolg übermitteln.«

James H. Marrow
Professor of Art and Archaelogy, Emeritus, Princeton University, Princeton NY

“The founding of Quaternio Editions Lucerne is welcome news to all those who share an interest in the history and culture of the Middle Ages, and who appreciate the distinctive role illuminated manuscripts have in offering unique access to the beliefs and values of that period.

This new venture is being taken in hand by four of the principal members of the staff of Faksimile Verlag Luzern, the publishing house which has led the way during the past three decades in developing the highest technical, intellectual and aesthetic standards of fine art facsimile publishing. […]

There is every reason to believe that Quaternio Editions Lucerne will maintain and extend those traditions of excellence, so as to continue to foster appreciation and access to knowledge of some of the finest surviving products of medieval authors, patrons, scribes, artists, and collectors. As a scholar who collects and studies fine art facsimiles, uses them extensively in teaching, and knows how much pleasure they give to bibliophiles worldwide, I am delighted to learn that Quaternio Editions Lucerne will take up the mantle of Faksimile Verlag Luzern and continue its work of democratizing access to some of the finest monuments of human knowledge, belief, craft and imagination. I wish them every success.”

»Die Gründung des Quaternio Verlags Luzern ist eine willkommene Nachricht für all jene, die Interesse an der Geschichte und der Kultur des Mittelalters hegen und die sich der bedeutenden Rolle bewusst sind, die Bilderhandschriften für uns bei der Vermittlung eines einzigartigen Zugangs zu den Vorstellungen und Werten dieser Epoche spielen.

Dieses neue Unternehmen wird von vier Mitgliedern des Kernteams des Faksimile Verlags Luzern in Angriff genommen – jenes Verlags, der während der zurückliegenden drei Jahrzehnte wegweisend bei der Entwicklung der höchsten technischen, intellektuellen und ästhetischen Standards beim Verlegen von Faksimile-Editionen war. […]

Ohne jeden Zweifel wird der Quaternio Verlag Luzern diese Tradition der Spitzenleistungen aufrecht erhalten und vertiefen, so wie er auch weiterhin die Wertschätzung und den Zugang zu Kenntnissen von einigen der faszinierendsten Erträge mittelalterlicher Autoren, Auftraggeber, Schreiber, Künstler und Sammler fördern wird. Als Wissenschaftler, der Faksimile-Editionen sammelt und studiert, diese mit großem Gewinn in der Lehre einsetzt, und der weiß, wieviel Freude Faksimiles weltweit den Bücherfreunden bereiten, vernehme ich erleichtert, dass der Quaternio Verlag Luzern das Erbe des Faksimile Verlags Luzern weitertragen und sein Bemühen fortsetzen wird, den Zugang zu einigen der erlesensten Monumente des Wissen, des Glaubens, des Handwerks und der Einbildungskraft für alle zu erschließen. Ich wünsche Ihnen allen Erfolg dabei.«

Claudia Fabian
Leiterin der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek München

»Für den guten Start Ihres neuen Quaternio Verlages Luzern möchte ich Ihnen meine besten Wünsche schicken. […] Die Faksimilierung von hochrangigen Objekten aus unserem Bestand erscheint mir nach wie vor für die wirkungsvolle Präsentation und forschungsfördernde Benutzung dieser wertvollen und fragilen Handschriften unverzichtbar wichtig, und ich freue mich über gute Projekte und Initiativen in diesem Bereich.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen viel Erfolg mit Ihrem neuen Verlag und eine stets glückliche Hand bei der Auswahl der Handschriften und der Produktion der Faksimiles.«

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