Quaternio Verlag Luzern

Der Rheinauer Psalter

Meisterwerk der Buchmalerei um 1260

 

»Nicht nur durch das beigefügte Faksimileblatt, sondern auch durch die vorzüglichen (...) Farbabbildungen bietet das Werk einen vollgültigen Ersatz für eine herkömmliche, zudem extrem kostspielige Vollfaksimile-Ausgabe. Mit ihm wird ein Spitzenwerk der gotischen Buchmalerei endlich einem größeren Publikum vorgestellt (...)«

Helmut Engelhart, in der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Bd. 161, NF 122, 2013.

Kunstbuch-Edition mit Original-Faksimiledoppelblatt

Mit dem Rheinauer Psalter (Ms. Rh. 167) verwahrt die Zentralbibliothek Zürich ein höchst bedeutendes Meisterwerk der gotischen Buchmalerei des 13. Jahrhunderts. Strahlende ­Miniaturen von überragender künstlerischer Qualität, Initialzierseiten und zahl­reiche Initialen illustrieren die 150 Psalmen des Alten Testaments. Als eine der ersten Psalterhandschriften war der Rheinauer Psalter nicht für ein Kloster bestimmt, sondern wurde von einer hochgestellten Privatperson in Auftrag gegeben. Der uns nicht näher bekannte Bischof, Abt oder Mäzen nutzte den kostbaren Psalter für das persönliche Gebet. Entstanden ist das Werk allerdings nicht im Benediktinerkloster Rheinau, wie die Bezeichnung des Psalters nahelegt, sondern wohl in Konstanz um 1260. Durch das Rheinauer Kloster wurde er 1817 auf einer Auktion in Schaffhausen erworben. Die leuchtenden Farben, insbesondere die intensiven Rot- und Blautöne machen eine Nähe zu einer Glasmalereiwerkstatt wahrscheinlich. Die Miniaturen des Rheinauer Psalters stehen am Übergang von den streng geometrisch-­linearen Faltengebilden des deutschen Zackenstils zu den raumgreifenden Figuren, wie sie bereits am Straßburger Mün­ster zu sehen sind – ein spannender Wandel, der sogar innerhalb des Rheinauer Zyklus nachzuvollziehen ist.

Die im Quaternio Verlag Luzern erscheinende Kunstbuch-Edition mit einem ­Original-Faksimiledoppelblatt bietet erstmals einen direkten Zugang zu dieser bedeutenden Bilderhandschrift. Alle Bildseiten, Initialzierseiten und ausgewählte Textseiten werden im Originalformat von 26,8 x 18,5 cm wiedergegeben. Ausführliche Beschreibungen zu jeder Miniatur vermitteln ein lebendiges Bild von der Kreativität der Buchmaler und geben Hinweise auf den regen Austausch der Handschriften­zentren zu dieser Zeit. Ein ausführlicher Beitrag führt in die Maltechnik und die Geheimnisse der Entstehung ein: Lernen Sie die Unterschiede kennen zwischen Silber und Blei, Gold und Zwischgold und entdecken Sie zahlreiche Details in den Mikroskopaufnahmen.

 

Die Kunstbuch-Edition auf einen Blick: Die Kunstbuch-Edition zeigt alle Seiten mit Miniaturen, Initialzierseiten und ausgewählte Textseiten der Bilderhandschrift im Originalformat von 26,8 × 18,5 cm. Auf 288 Seiten führen ausführliche Bildbeschreibungen und spannend geschriebene Erläuterungen aus der Feder der Handschriftenexperten Christoph Eggenberger und Marlis Stähli in die Handschrift und die Zeit ihrer Entstehung im 13. Jahrhundert ein. Ein ausführlicher Beitrag zur Maltechnik von den Spezialisten Doris Oltrogge und Robert Fuchs bietet einen faszinierenden Einblick in den mittelalterlichen Herstellungsprozess.

Ein goldstrahlendes Doppelblatt in Original-Faksimilequalität, eingelegt in einer separaten Leinenmappe, bereichert diese Edition. Das Faksimiledoppelblatt ist die originalgetreue Wiedergabe von Folio 69 und 70 der Handschrift. Das Doppelblatt ist herausnehmbar und eignet sich auch als Wandschmuck.

Die Kunstbuch-Edition wird von einem Leinenschuber geschützt, den eine Bildseite mit dem wohl bekanntesten Motiv aus der Handschrift, Christi Auferstehung, schmückt.

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